Bürgerinitiative „Lebenswertes Forsthart“
Unser Ort. Unsere Heimat. Unsere Zukunft.
Für eine maßvolle, transparente und langfristig tragfähige Entwicklung Forstharts.
Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Forsthart“ beschäftigt sich mit der zukünftigen Entwicklung unseres Ortes und insbesondere mit dem geplanten Baugebiet „Mitterfeld“.
Wir sind nicht grundsätzlich gegen neuen Wohnraum oder eine Weiterentwicklung Forstharts. Uns ist wichtig, dass vor weitreichenden Entscheidungen zentrale Fragen nachvollziehbar geklärt werden: Wie groß ist der tatsächliche Wohnraumbedarf? Welche Bebauungsdichte ist vorgesehen? Wie funktionieren Verkehr, Entwässerung und Starkregenschutz? Und welche langfristigen Kosten können für die Gemeinde entstehen?
Mitterfeld – die zentralen Fragen
Erst informieren – dann entscheiden. Wir möchten die wesentlichen Punkte verständlich darstellen und offene Fragen transparent benennen.
1 · Bedarf – Wie viel neuer Wohnraum wird tatsächlich benötigt?
Die Bedarfsabschätzung für Forsthart geht bis 2033 von 49 bis 63 zusätzlichen Wohneinheiten aus. Gleichzeitig gibt es weitere Wohnbauentwicklungen außerhalb des Mitterfelds: Mesneracker II mit 11 Bauparzellen sowie nach unserem aktuellen Kenntnisstand 17 Wohneinheiten an der Badstraße. Wichtig: 11 Bauparzellen sind nicht automatisch 11 Wohneinheiten; beide Angaben werden deshalb nicht zu „28 Wohneinheiten“ addiert. Zusätzlich stellt sich die Frage, warum die Flächennutzungsplanung beim Mitterfeld von „knapp 20 Bauparzellen“ spricht, während der aktuelle Bebauungsplan 27 Bauparzellen ausweist.
Unsere zentrale Frage: Welcher zusätzliche Wohnraumbedarf verbleibt tatsächlich, wenn Mesneracker II, die 17 Wohneinheiten an der Badstraße und weitere vorhandene Entwicklungsmöglichkeiten berücksichtigt werden – und welche Größe des Mitterfelds lässt sich daraus ableiten?
2 · Bebauungsdichte – Welche Größenordnung ist für Forsthart vorgesehen?
Im WA1 sind 21 Bauparzellen vorgesehen. Im WA2 können Grundstücke zusammengelegt und mit Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Daraus ergibt sich eine planungsrechtlich mögliche Kapazität von bis zu 30 Wohneinheiten. Diese Zahl ist eine maximal mögliche Kapazität und bedeutet nicht, dass tatsächlich 30 Wohnungen gebaut werden. Gleichzeitig nennt die Bedarfsabschätzung für Mehrfamilienhäuser 10 bis 13 zusätzliche Wohneinheiten bis 2033.
Unsere zentrale Frage: Welche Bebauungsdichte ist für Forsthart langfristig angemessen und wie wurde die mögliche Größenordnung im Mitterfeld aus dem ermittelten Bedarf abgeleitet?
3 · Verkehr & Erschließung – Funktioniert das auch im Alltag?
Nach den Planungsunterlagen ist für die Erschließungsstraße eine Fahrbahnbreite von 4,75 m vorgesehen. Ergänzend gibt es teilweise 2 m breite Mehrzweckstreifen. Für die Bauparzellen 10, 11 sowie 18 bis 21 weisen die Unterlagen keine Wendemöglichkeit nach RASt 06 aus; für die Müllentsorgung müssen die Abfallbehälter zur nächstgelegenen öffentlich befahrbaren Straße gebracht werden.
Unsere zentrale Frage: Ist die geplante Verkehrserschließung auch bei vollständiger Bebauung ausreichend dimensioniert und dauerhaft für Anwohner, Müllabfuhr und Einsatzfahrzeuge praktikabel?
4 · Hanglage & Winterdienst – Welche Folgen hat die Topografie?
Das Mitterfeld liegt in einer deutlich geneigten Hanglage. Nach den Planungsunterlagen fällt das Gelände von etwa 411 m NHN auf rund 381 m NHN ab – insgesamt ungefähr 30 Höhenmeter. Eine konkrete Längsneigung der Erschließungsstraße in Prozent ist den uns vorliegenden Unterlagen nicht zu entnehmen.
Unsere zentrale Frage: Welche Auswirkungen hat die Hanglage auf die dauerhafte Unterhaltung und den Winterdienst der Erschließungsstraße – und welche Kosten übernimmt später die Gemeinde?
5 · Wasser, Abwasser & Starkregen – Ist die technische Lösung dauerhaft tragfähig?
Die Planungsunterlagen behandeln Oberflächenwasser, Starkregen, Rückhaltung und Versickerung. Lage und Dimensionierung der Regenwasserrückhaltung sind noch nicht abschließend festgelegt und sollen in einem gesonderten wasserrechtlichen Verfahren behandelt werden. Beim Schmutzwasser ist ein neuer Kanal mit Anschluss an das bestehende kommunale Netz vorgesehen; für mögliches Abwasser aus Kellergeschossen können private Hebeanlagen erforderlich werden. Nach unserem derzeitigen Informationsstand stellt sich zusätzlich die Frage, ob eine neue zentrale Schmutzwasserpumpstation erforderlich wird; dies geht aus den uns vorliegenden Unterlagen nicht eindeutig hervor.
Unsere zentrale Frage: Wie sieht das endgültige Entwässerungs- und Abwasserkonzept aus, ist eine zentrale Schmutzwasserpumpstation erforderlich und wer trägt langfristig die damit verbundenen Kosten?
6 · Langfristige Folgekosten – Was kostet das Mitterfeld auf Dauer?
Die erstmalige private Erschließung beantwortet noch nicht, welche Infrastruktur später von der Gemeinde übernommen wird und welche laufenden sowie zukünftigen Kosten damit verbunden sind. Dazu können Straßenunterhalt und Sanierung, Winterdienst, Entwässerungseinrichtungen und technische Anlagen gehören.
Privat erschlossen heißt nicht automatisch: dauerhaft keine Kosten für die Gemeinde.
Unsere zentrale Frage: Welche langfristigen finanziellen Verpflichtungen entstehen der Gemeinde durch das Mitterfeld und liegt hierfür eine nachvollziehbare Folgekosten- bzw. Lebenszyklusbetrachtung vor?
Unsere Position
Wir sind nicht grundsätzlich gegen die Schaffung neuen Wohnraums. Größe, Dichte und Erschließung des Mitterfeldes sollten nachvollziehbar am tatsächlichen Bedarf, an den örtlichen Gegebenheiten und an den langfristigen Folgen für die Gemeinde ausgerichtet werden.
Bei der Bedarfsbetrachtung sollten auch andere Entwicklungen in Forsthart berücksichtigt werden, insbesondere Mesneracker II mit 11 Bauparzellen und nach unserem aktuellen Kenntnisstand 17 Wohneinheiten an der Badstraße. Dabei setzen wir Bauparzellen nicht mit Wohneinheiten gleich.
Uns ist außerdem wichtig, transparent darzustellen, welche Infrastruktur nach einer privaten Erschließung später von der Gemeinde übernommen wird und welche langfristigen Kosten daraus entstehen können.
Unser Leitgedanke: Ein lebenswertes Forsthart – mit Maß, Verantwortung und Augenmaß.
Positionspapier lesen
Wichtig: Diese Seite ist eine Informationsseite der Bürgerinitiative und keine amtliche Veröffentlichung. Für rechtsverbindliche Planunterlagen und den jeweils aktuellen Verfahrensstand sind die Veröffentlichungen der Gemeinde Künzing maßgeblich.
Dokumente & Informationen · Stand 17.09.2026
Hier stellen wir ausschließlich die für die Öffentlichkeit bestimmten Unterlagen der Bürgerinitiative bereit.
Grundsatz- und Positionspapier
PDF
Amtliche Unterlagen
Die Gemeinde Künzing führt „Forsthart Mitterfeld“ auf ihrer Seite zur Bauleitplanung. Dort sind die amtlichen Unterlagen zur Flächennutzungsplanänderung und zum Verfahren abrufbar.
Bauleitplanung Gemeinde Künzing
Aktueller Informationsflyer
Stand 17.09.2026 · aktueller Druckstand.
Mitmachen & Kontakt
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Bürgerinitiative „Lebenswertes Forsthart“
Verantwortlich:
Reinhard Schmid
Untere Römerstr. 14
94550 Künzing
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E-Mail: lebenswertes.forsthart@web.de
Telefon: 0177 6917223
Web: www.lebenswertes-forsthart.de
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